Was haben die Disney Concert Hall in Los Angeles, der neue Zollhof in Düsseldorf und das Guggenheim Museum in Bilbao gemeinsam? Es sind allesamt bahnbrechende Bauwerke, die eine vierte Dimension in die Architekt einführen: die geronnene Bewegung im Raum. Die Bauten sind auf unschmeichelhafte Weise schön, absolut spektakulär, atemberaubend einzigartig– und wurden entworfen von einem Mann, den viele für den größten Architekten unserer Zeit halten: Frank Gehry.
Frank Gehry - Mut zur Grobheit
Was haben die Disney Concert Hall in Los Angeles, der neue Zollhof in Düsseldorf und das Guggenheim Museum in Bilbao gemeinsam? Es sind allesamt bahnbrechende Bauwerke, die eine vierte Dimension in die Architekt einführen: die geronnene Bewegung im Raum. Die Bauten sind auf unschmeichelhafte Weise schön, absolut spektakulär, atemberaubend einzigartig– und wurden entworfen von einem Mann, den viele für den größten Architekten unserer Zeit halten: Frank Gehry.
Vormundschaft und Fettsteuer
16 Kronen pro Kilo müssen die Dänen drauflegen, wenn sie Lebensmittel kaufen, die gesättigte Fette enthalten. Das sind umgerechnet 2 Euro und 15 Cent, und sie gehen an den dänischen Staat – als Fettsteuer.
Business Unusual Forum 2012
Es ist soweit! Wir freuen uns riesig und haben jede Menge vorfreudiges Herzklopfen!
Warum? Weil am 14. September unser neues Event - das Business Unusual Forum - an den Start geht.
Morning Star - Manage yourself
Ideen aus der Box
Was braucht ein Unternehmen, um seine Zukunftsfähigkeit zu sichern? Permanente Innovationen! – Was braucht ein Unternehmen, um permanent innovativ zu sein? Mitarbeiter, die Ideen liefern! – Wie bekommt man Mitarbeiter dazu, Ideen zu liefern? Mit Ideenmanagementsystemen!
Zweimal machen wir einen Haken dran. Aber bei der letzten Antwort rufen wir: Nein! Genau das eben nicht!
Jim Collins - Das Glück und die Stoppuhr
Wie macht er das nur? Egal, was Jim Collins anpackt, es wird ein Erfolg. Built to Last, Good to Great, How the Mighty Fall – alle seine Bücher wurden Bestseller. Und das gönnen wir ihm von Herzen. Und genauso wissen wir, dass das eben gerade keine Zufallstreffer waren.
Förster & Kreuz in der Manager Lounge
Unsere Kooperation mit dem Manager Magazin geht in die nächste Runde: Düsseldorf, wir kommen... Und zwar am 6. November 2012. Wir freuen uns, viele von Ihnen dort zu sehen!
Im Gespräch mit Eva Wlodarek
Erstens kommt es anders - und zweitens als man denkt! Hmh, ist das tatsächlich so? Ist Schicksal Schicksal oder können wir es beeinflussen? Und wenn ja, WIE können wir das tun? Faszinierende Fragen, finden wir. Findet auch unsere Autorenkollegin Dr. Eva Wlodarek, die darüber ein großartiges Buch geschrieben hat: „Tango Vitale: Von Schicksalsschlägen und anderen glücklichen Umständen“. Vergangene Woche haben wir Eva Wlodarek in Hamburg getroffen und mit ihr über das Leben, ihr neues Buch und ihren Arbeitsalltag geplaudert.
Hier geht's zum Interview
Gig mit Anja Förster
Wir verlosen drei Freikarten für einen Gig von Anja am 26.April in der Zeche Zollverein in Essen. Die Gewinner können bei der gesamten Veranstaltung inkl. Empfang im red dot design Museum, Dinner und Party dabei sein. Die Veranstaltung beginnt um 16.00 Uhr.
Um an der Verlosung teilzunehmen, senden Sie bitte bis zum 19.4.2012 eine Mail an freikarte@foerster-kreuz.com. Die Glücksfee entscheidet. Wir drücken die Daumen!
10 Blogs, die unsere Leser gut finden
Vor kurzem haben wir fünf Blogs vorgestellt, die auf unserer Leseliste stehen und haben nach IHREN Lieblings-Blogs gefragt. Wir haben jede Menge Vorschläge erhalten. Danke dafür! Hier sind die 10 Blogs, die Sie am häufigsten vorgeschlagen haben - in alphabetischer Reihenfolge:
Disloyalty 2.0 - Eine offensive Defensiv-Strategie
Einer der meistgelesenen und meistkommentierten Backstage Reports der letzten zehn Jahre war unser Beitrag aus dem Januar 2011 über Gwilym Davies. Kein Wunder, denn die Idee ist ja auch ziemlich abgefahren: Die Kunden für ihre Untreue belohnen – und das noch mit Erfolg!
Cut the Crap!
No one ever built a monument to a committee – Noch nie wurde einem Ausschuss, einer Kommission oder einem Komitee ein Denkmal gesetzt. Warum nicht? Weil sie meistens nichts bewirken. Sie treffen sich, schlagen die Zeit tot und bewegen heiße Luft ...
Wie bewegt man einen Tanker?
„Veränderung? Na klar! Wichtig! Ganz meine Rede, aber ...“ – Aber! Immer dieses ABER! – Die meisten Menschen im Publikum brauchen wir bei unseren Vorträgen gar nicht erst davon zu überzeugen, dass sich einige entscheidende Dinge im Unternehmen ändern sollten. Trotzdem sind viele skeptisch, ob diese Veränderungen möglich sind. Denn sie glauben nicht daran, dass ihre Mitarbeiter, das Team, die Kollegen mitziehen würden.
Förster & Kreuz im Manager Magazin
Hier gibt es unser aktuelles Interview mit dem Manager Magazin über Möchtegern-Businesspunks, Um-die-Ecke-Denker und das Abweichen vom Mainstream.
Bald auch live und in Farbe: Zwei Gigs mit dem Manager Magazin in Frankfurt und Hamburg.
5 Events - 10 Freikarten
In den kommenden Wochen stehen die folgenden Veranstaltungen an, bei denen Sie uns live und in Farbe erleben können – und für die wir pro Veranstaltung zwei Freikarten verlosen:
Fünf Blogs, die wir gut finden
Ein Grund, warum wir regelmäßig bloggen, ist, dass wir selbst gern Blogs lesen. Und da wir immer wieder gefragt werden, welche Blogs wir lesen, stellen wir hier - in alphabetischer Reihenfolge - unsere Top Fünf vor:
Soziale Homophilie - Warum es sich lohnt, ab und zu etwas ANDERES zu tun
Mia san mia! – Wir neigen dazu, uns mit Menschen zu umgeben, die uns ähnlich sind. Das gilt beispielsweise für Deutschlands größten Sportverein, den FC Bayern, in dessen Profimannschaft nur Spieler glücklich werden, die das berühmte „Bayern-Gen“ haben (was immer das ist!), ganz unabhängig von ihrer fußballerischen Qualität. Es gilt auch für das Umfeld eines Menschen, der von seinen Freunden und Bekannten erwartet, dass sie so bodenständig leben und konservativ denken wie er. Und es gilt für den Chef, der nur Mitarbeiter einstellt, die ungefähr so ordentlich, systematisch und introvertiert sind wie er.
Der Preis des Aufhörens
Was macht ihr, wenn ihr merkt, dass ihr auf einem Holzweg unterwegs seid? Wenn ihr merkt, dass ihr einen Fehler gemacht habt? Wenn ihr euer Schiff auf den falschen Kurs gesteuert habt? – Aufhören? Umkehren? Das Ruder herumwerfen? Die Reißleine ziehen?
Echte Kunst oder Malen nach Zahlen?
Sich auf dem Gehsteig zu bewegen, ist geradezu eine Kunst. Die Gehwege in Saigon, der quirligen Metropole im Süden Vietnams, dienen als Parkplatz für Tausende von Mopeds, als Marktplatz für Verkaufsstände und als Stellplatz für zahllose mobile Garküchen. Als Fußgänger bewegten wir uns ganz einfach mit dem Strom und hatten uns der erhöhten Gehgeschwindigkeit schon gut anpasst – als wir beide plötzlich gleichzeitig stehen blieben. Denn damit hatten wir nicht gerechnet: Vor uns in einem Atelier hingen drei „Mona Lisas“ und einmal Klimts „Kuss“.
5 Fragen an Pattie Maes, Professorin am MIT Media Lab
Vor einiger Zeit haben wir ein TED Video gesehen, das uns elektrisiert hat. Pattie Maes, Professorin am MIT Media Lab, stellt darin ein Mensch-Computer-Interface vor, das uns irgendwie sehr an den Arbeitsplatz von Tom Cruise im Science-Fiction-Thriller „Minority Report“ erinnert hat. Wir wollten Pattie Maes unbedingt kennen lernen und hatten vor ein paar Wochen die Gelegenheit, uns mit der gebürtigen Belgierin zu treffen. Es war ein sehr interessantes Gespräch über ihre Arbeit am MIT Media Lab, dem führenden universitären Hightech-Thinktank in den USA, über Brainiacs, Architektur und anderes mehr.
Auf die kleinen Dinge kommt es an
Neulich meldete sich Peters iTunes-Account und schlug ihm vor, ein Software-Update für sein iPhone herunterzuladen. Okay. Dann sollte er bestätigen, dass er den Software-Lizenzvertrag vollständig gelesen hat. Kein Problem. Schnell den Link öffnen, den Vertrag durchlesen und fertig. So weit die Theorie. In der Praxis offenbart sich der Lizenzvertrag als ein Dokument mit unendlich vielen Seiten an kleingedrucktem Fachjargon. Um genau zu sein: Schlappe 10.004 Wörter. Das sind 20 eng beschriebene Textseiten im A4-Format!
Drei Sorten Menschen, die wir meiden
„Der Robert ist mein Nachbar. Deshalb gehen wir ab und zu mal zusammen ein Bier trinken.“ Viele treffen andere Menschen nur aus einem Grund: Weil sie da sind. Das ist nachvollziehbar: Wenn der Nachbar am Wochenende auch noch nichts vorhat, warum sollte man nicht mit ihm essen oder ins Kino gehen?
Wie man Geschäftsmodelle verbessert oder vollkommen neu gestaltet: 7 Fragen an Alexander Osterwalder
Hier ist unsere Leseempfehlung fürs neue Jahr: "Business Model Generation: Ein Handbuch für Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer". Das Buch von Alexander Osterwalder und Yves Pigneur ist eines der besten Wirtschaftsbücher, das wir in den letzten Jahren gelesen haben.
Das Buch gibt Antworten auf folgende Fragen:
- Wie können wir neue Geschäftsmodelle systematisch erfinden, gestalten und umsetzen?
- Wie können wir alte überholte Modelle auf den Prüfstand stellen und erneuern?
- Wie können wir visionäre Ideen in spielverändernde Geschäftsmodelle verwandeln, die das Establishment herausfordern – oder es verjüngen, falls wir selbst die Betroffenen sind?
Um diese Fragen zu beantworten, sind Osterwalder und Pigneur neue Wege gegangen: 470 Autoren aus 45 Ländern haben das Buch gemeinsam verfasst, finanziert und produziert. Es ist ein äußerst praktikables und wirklich schönes Handbuch geworden. Kein Buch zum schnellen herunterlesen, aber eines zum intensiven und konsequenten Arbeiten.
Wir haben Alexander Osterwalder in Belgien getroffen und mit ihm über Geschäftsmodelle, Businesspläne, Architekten und die Weinberge von Lausanne gesprochen:
Deine Überzeugung lautet: Der Businessplan ist tot. Lang lebe das Geschäftsmodell. Warum?
Weil Businesspläne statisch sind. Ein Freund von mir, Steve Blank, Startup-Guru im Silicon Valley, sagt: “No business plan survives the first contact with a customer”. Es macht keinen Sinn, in einer Welt, die man nicht planen kann, an einem statischen Planungsdokument festzuhalten. Mit dem Geschäftsmodellansatz kann man hingegen die Geschäftsideen robust ausskizzieren, ohne dabei zu sehr in Details gehen zu müssen.
Und der Geschäftsmodellansatz ist Deiner Meinung nach eine Alternative zum Business Plan?
Ich denke schon, dass der Geschäftsmodellansatz den Businessplanansatz langfristig ersetzen wird. Viele zucken bei dem Gedanken zusammen und sagen: Ja, aber beim Erstellen des Businessplans habe ich auch viel gelernt. Auch wenn ich mir nur Fragen gestellt habe. Meine Antwort ist dann immer: Klar, aber du stellst Dir dieselben Fragen auch beim Geschäftsmodell. Nur verwendest du darauf nicht Wochen oder Monate, sondern einen halben Tag. Und das reicht.
Es geht also im Kern um Dynamik?
Ja genau. Die Fähigkeit, flexibel und schnell auf veränderte Bedingungen reagieren zu können, ist heute viel wichtiger als detailliert zu planen. Bei Start Ups ist das tendenziell einfacher, weil man das schnelle Anpassen gewohnt ist. Bei vielen Großunternehmen existieren diese Prozesse und Feiräume aber nicht. Man sagt den Leuten, dass sie Neues ausprobieren und experimentieren sollen, aber die bestehenden Prozesse und Strukturen verhindern genau das.
Du verwendest oft Analogien von Designern und Architekten. Warum?
Was macht ein Architekt, Grafikdesigner oder Produktdesigner? Er kreiert neue Dinge. Und dazu verwendet er klare Prozesse, Techniken und Werkzeuge. Das Problem ist, dass so etwas im Geschäftsleben kaum existiert. Man lernt zu planen, zu organisieren und zu managen, aber nicht systematisch Neues zu schaffen.
Werden neue Ideen zu schnell verwirklicht oder liegt das Problem eher darin, dass man zu lange wartet?
Im Gegensatz zu dem, was man landläufig so hört, ist meine Erfahrung, dass man sich in der Geschäftswelt zu schnell in eine Idee verliebt. Da geht man dann mit großem Elan ran. Wenn aber nach einiger Zeit die ersten Zweifel kommen, ist es oft zu spät. Man zieht die Sache trotzdem durch. In der Design School ist das ein absolutes No Go. Dort bringt man dir bei, dich niemals zu schnell in deine erste Idee zu verlieben. Um nochmals einen Architekten zu bemühen - Jim Glymph von Gehry Partners sagt dazu: “Wenn man eine Idee zu rasch einfriert, verliebt man sich in sie. Wenn man sie zu schnell verfeinert, klebt man daran fest, und dann wird es sehr schwierig, weiter zu forschen und nach etwas Besserem zu suchen. Die Grobheit früher Modelle ist durchaus beabsichtigt.“ Ein genialer Satz!
Warum liegt Deiner Meinung nach im Scheitern die Basis des Erfolgs?
Da muss ich etwas spezifischer sein. Ich meine damit schnelle und preiswerte Fehlschläge. Es geht mir um das Experimentieren und Lernen und nicht um grandiose Fehlschläge. Um noch spezifischer zu sein: Grundsätzlich kann man zwischen zwei Situationen unterscheiden: Dem existierenden Geschäft und dem Neuen. Beim existierenden Geschäft geht es vor allem um die schrittweise Innovation. Hier ist Experimentieren nicht ganz so wichtig. Hier kann ich klassisch mit Budgets und Vorgaben arbeiten, weil ich ja über Daten, Wissen und Know-how verfüge. Anders sieht es beim neuen Geschäft aus. Als Nestlé beispielsweise Nespresso in den Markt eingeführt hat, war das ein Schritt ins Unbekannte. Es gab keine Daten und vorhandenes Know-how. Nestlé hatte noch nie zuvor an Privatpersonen verkauft bzw. Maschinen vertrieben. In dieser Situation funktioniert die Vorgehensweise mit Budgets und Vorgaben nicht mehr. Die Lösung liegt nicht darin, den Leuten in dieser Situation eine Wild Card zu geben und sie machen zu lassen, was sie wollen. Hier braucht man einen anderen Prozess, nämlich experimentieren – scheitern – lernen – nachjustieren und dann das Ganze noch einmal von vorn. Durch diese kleinen, preiswerten Experimente produziert man die Daten, die man nicht hat. Das heißt aber auch, dass ich den Menschen Freiraum gewähren und Fehlern Legitimität geben muss.
Du lebst in Lausanne. Hast Du dort einen Lieblingsplatz?
Das sind definitiv die Weinterrassen, die von Lausanne bis nach Villeneuve reichen. Da sitzt du mitten in den Weinbergen und hast einen genialen Blick runter auf die Stadt und den See.
Hast Du ein Lebensmotto?
Ausprobieren!
Das Buch gibt Antworten auf folgende Fragen:
- Wie können wir neue Geschäftsmodelle systematisch erfinden, gestalten und umsetzen?
- Wie können wir alte überholte Modelle auf den Prüfstand stellen und erneuern?
- Wie können wir visionäre Ideen in spielverändernde Geschäftsmodelle verwandeln, die das Establishment herausfordern – oder es verjüngen, falls wir selbst die Betroffenen sind?
Um diese Fragen zu beantworten, sind Osterwalder und Pigneur neue Wege gegangen: 470 Autoren aus 45 Ländern haben das Buch gemeinsam verfasst, finanziert und produziert. Es ist ein äußerst praktikables und wirklich schönes Handbuch geworden. Kein Buch zum schnellen herunterlesen, aber eines zum intensiven und konsequenten Arbeiten.
Wir haben Alexander Osterwalder in Belgien getroffen und mit ihm über Geschäftsmodelle, Businesspläne, Architekten und die Weinberge von Lausanne gesprochen:
Deine Überzeugung lautet: Der Businessplan ist tot. Lang lebe das Geschäftsmodell. Warum?
Weil Businesspläne statisch sind. Ein Freund von mir, Steve Blank, Startup-Guru im Silicon Valley, sagt: “No business plan survives the first contact with a customer”. Es macht keinen Sinn, in einer Welt, die man nicht planen kann, an einem statischen Planungsdokument festzuhalten. Mit dem Geschäftsmodellansatz kann man hingegen die Geschäftsideen robust ausskizzieren, ohne dabei zu sehr in Details gehen zu müssen.
Und der Geschäftsmodellansatz ist Deiner Meinung nach eine Alternative zum Business Plan?
Ich denke schon, dass der Geschäftsmodellansatz den Businessplanansatz langfristig ersetzen wird. Viele zucken bei dem Gedanken zusammen und sagen: Ja, aber beim Erstellen des Businessplans habe ich auch viel gelernt. Auch wenn ich mir nur Fragen gestellt habe. Meine Antwort ist dann immer: Klar, aber du stellst Dir dieselben Fragen auch beim Geschäftsmodell. Nur verwendest du darauf nicht Wochen oder Monate, sondern einen halben Tag. Und das reicht.
Es geht also im Kern um Dynamik?
Ja genau. Die Fähigkeit, flexibel und schnell auf veränderte Bedingungen reagieren zu können, ist heute viel wichtiger als detailliert zu planen. Bei Start Ups ist das tendenziell einfacher, weil man das schnelle Anpassen gewohnt ist. Bei vielen Großunternehmen existieren diese Prozesse und Feiräume aber nicht. Man sagt den Leuten, dass sie Neues ausprobieren und experimentieren sollen, aber die bestehenden Prozesse und Strukturen verhindern genau das.
Du verwendest oft Analogien von Designern und Architekten. Warum?
Was macht ein Architekt, Grafikdesigner oder Produktdesigner? Er kreiert neue Dinge. Und dazu verwendet er klare Prozesse, Techniken und Werkzeuge. Das Problem ist, dass so etwas im Geschäftsleben kaum existiert. Man lernt zu planen, zu organisieren und zu managen, aber nicht systematisch Neues zu schaffen.
Werden neue Ideen zu schnell verwirklicht oder liegt das Problem eher darin, dass man zu lange wartet?
Im Gegensatz zu dem, was man landläufig so hört, ist meine Erfahrung, dass man sich in der Geschäftswelt zu schnell in eine Idee verliebt. Da geht man dann mit großem Elan ran. Wenn aber nach einiger Zeit die ersten Zweifel kommen, ist es oft zu spät. Man zieht die Sache trotzdem durch. In der Design School ist das ein absolutes No Go. Dort bringt man dir bei, dich niemals zu schnell in deine erste Idee zu verlieben. Um nochmals einen Architekten zu bemühen - Jim Glymph von Gehry Partners sagt dazu: “Wenn man eine Idee zu rasch einfriert, verliebt man sich in sie. Wenn man sie zu schnell verfeinert, klebt man daran fest, und dann wird es sehr schwierig, weiter zu forschen und nach etwas Besserem zu suchen. Die Grobheit früher Modelle ist durchaus beabsichtigt.“ Ein genialer Satz!
Warum liegt Deiner Meinung nach im Scheitern die Basis des Erfolgs?
Da muss ich etwas spezifischer sein. Ich meine damit schnelle und preiswerte Fehlschläge. Es geht mir um das Experimentieren und Lernen und nicht um grandiose Fehlschläge. Um noch spezifischer zu sein: Grundsätzlich kann man zwischen zwei Situationen unterscheiden: Dem existierenden Geschäft und dem Neuen. Beim existierenden Geschäft geht es vor allem um die schrittweise Innovation. Hier ist Experimentieren nicht ganz so wichtig. Hier kann ich klassisch mit Budgets und Vorgaben arbeiten, weil ich ja über Daten, Wissen und Know-how verfüge. Anders sieht es beim neuen Geschäft aus. Als Nestlé beispielsweise Nespresso in den Markt eingeführt hat, war das ein Schritt ins Unbekannte. Es gab keine Daten und vorhandenes Know-how. Nestlé hatte noch nie zuvor an Privatpersonen verkauft bzw. Maschinen vertrieben. In dieser Situation funktioniert die Vorgehensweise mit Budgets und Vorgaben nicht mehr. Die Lösung liegt nicht darin, den Leuten in dieser Situation eine Wild Card zu geben und sie machen zu lassen, was sie wollen. Hier braucht man einen anderen Prozess, nämlich experimentieren – scheitern – lernen – nachjustieren und dann das Ganze noch einmal von vorn. Durch diese kleinen, preiswerten Experimente produziert man die Daten, die man nicht hat. Das heißt aber auch, dass ich den Menschen Freiraum gewähren und Fehlern Legitimität geben muss.
Du lebst in Lausanne. Hast Du dort einen Lieblingsplatz?
Das sind definitiv die Weinterrassen, die von Lausanne bis nach Villeneuve reichen. Da sitzt du mitten in den Weinbergen und hast einen genialen Blick runter auf die Stadt und den See.
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Vom Mythos der HARTEN Arbeit - und dem Wert der wenigen Minuten
„Seit Monaten bekomme ich kaum Erholung.“ – „Ich arbeite sogar am Wochenende ...“ – „Morgens bin ich der erste, der ins Büro kommt und abends der letzte, der das Licht ausmacht.“
Solche Klagelieder hören wir immer wieder – in Unternehmen, auf Firmenveranstaltungen, auf der Straße, in unserem Bekanntenkreis. Als gäbe es in unserer Gesellschaft das ungeschriebene Gesetz: Nur wer sich für seinen Job aufreibt, arbeitet HART genug. Nur wer VIEL arbeitet, arbeitet gut genug. Nur wer regelmäßig ÜBER seine Belastungsgrenze hinausgeht, ist engagiert, loyal – und wertvoll genug.
Die Frage ist nur: Was ist genug? Wie wird eine Leistung genug? Durch lange Arbeit? Durch permanente Überlastung? Oder anders ausgedrückt: Muss man heute ein Workaholic sein, um für sein Unternehmen einen echten Wert zu schaffen?
Vor 100 Jahren musste man dafür auf jeden Fall hart arbeiten. Und mit hart meinen wir wirklich HART. Und LANGE. Und körperlich belastende Tätigkeiten. Als der Großteil der Menschen noch in der Landwirtschaft und in Fabriken schufteten, ließ sich das Arbeitsergebnis eines Tages anhand einfachster quantitativer Parameter messen: an der Anzahl der gebundenen Heuballen oder der zusammengeschraubten Radiogeräte. Je länger ein Arbeiter am Fließband stand, desto mehr Geräte stellte er fertig. Je schneller er arbeiten konnte, desto schneller konnte man das Fließband einstellen. Und je mehr Einheiten er fertig stellte, desto mehr Wert schuf er für das Unternehmen. Das Arbeitsergebnis stand also in direktem Verhältnis zur aufgewendeten Arbeitszeit und zur Arbeitsgeschwindigkeit. Lange körperlich anstrengende Arbeit, das ist hart.
Von morgens ganz früh bis abends ganz spät das ergonomische Sitzkissen im klimatisierten Büro zu wärmen, kann anstrengend sein – keine Frage. Aber die typische Büroarbeit heute unterscheidet sich prinzipiell von echter harter Arbeit: Der Output wird durch lange Anwesenheit nicht automatisch wertvoller. Denn die Wertschöpfung eines Arbeitstags wächst heute nicht mehr mit Bandlaufgeschwindigkeiten, Stückzahlen und Arbeitsstunden, sondern mit dem erbrachten Nutzen, der Präzision, den innovativen und kreativen Lösungen, den wertschöpfenden Angeboten, die einen echten Unterschied machen.
Was früher den Chefs vorbehalten war, ist heute für jeden Mitarbeiter ein Muss: Mitdenken. Weiterdenken. Neue Dinge anstoßen, die wirklich bemerkenswert sind. Schwierige Diskussionen führen, um außergewöhnliche Projekte anzustoßen. Sich für eine neue, risikobehaftete aber Erfolg versprechende Alternative einsetzen, auch wenn der tradierte Weg gut funktioniert hat. Die Grenzen des Machbaren ein Stück weit zu verschieben: Das ist in Wahrheit HARTE Arbeit. Und die einzig wertvolle Arbeit! Und die ist völlig unabhängig vom Faktor Zeit. Denn der herausragende Wert steckt oft nur in wenigen Minuten pro Tag.
Solche Klagelieder hören wir immer wieder – in Unternehmen, auf Firmenveranstaltungen, auf der Straße, in unserem Bekanntenkreis. Als gäbe es in unserer Gesellschaft das ungeschriebene Gesetz: Nur wer sich für seinen Job aufreibt, arbeitet HART genug. Nur wer VIEL arbeitet, arbeitet gut genug. Nur wer regelmäßig ÜBER seine Belastungsgrenze hinausgeht, ist engagiert, loyal – und wertvoll genug.
Die Frage ist nur: Was ist genug? Wie wird eine Leistung genug? Durch lange Arbeit? Durch permanente Überlastung? Oder anders ausgedrückt: Muss man heute ein Workaholic sein, um für sein Unternehmen einen echten Wert zu schaffen?
Vor 100 Jahren musste man dafür auf jeden Fall hart arbeiten. Und mit hart meinen wir wirklich HART. Und LANGE. Und körperlich belastende Tätigkeiten. Als der Großteil der Menschen noch in der Landwirtschaft und in Fabriken schufteten, ließ sich das Arbeitsergebnis eines Tages anhand einfachster quantitativer Parameter messen: an der Anzahl der gebundenen Heuballen oder der zusammengeschraubten Radiogeräte. Je länger ein Arbeiter am Fließband stand, desto mehr Geräte stellte er fertig. Je schneller er arbeiten konnte, desto schneller konnte man das Fließband einstellen. Und je mehr Einheiten er fertig stellte, desto mehr Wert schuf er für das Unternehmen. Das Arbeitsergebnis stand also in direktem Verhältnis zur aufgewendeten Arbeitszeit und zur Arbeitsgeschwindigkeit. Lange körperlich anstrengende Arbeit, das ist hart.
Von morgens ganz früh bis abends ganz spät das ergonomische Sitzkissen im klimatisierten Büro zu wärmen, kann anstrengend sein – keine Frage. Aber die typische Büroarbeit heute unterscheidet sich prinzipiell von echter harter Arbeit: Der Output wird durch lange Anwesenheit nicht automatisch wertvoller. Denn die Wertschöpfung eines Arbeitstags wächst heute nicht mehr mit Bandlaufgeschwindigkeiten, Stückzahlen und Arbeitsstunden, sondern mit dem erbrachten Nutzen, der Präzision, den innovativen und kreativen Lösungen, den wertschöpfenden Angeboten, die einen echten Unterschied machen.
Was früher den Chefs vorbehalten war, ist heute für jeden Mitarbeiter ein Muss: Mitdenken. Weiterdenken. Neue Dinge anstoßen, die wirklich bemerkenswert sind. Schwierige Diskussionen führen, um außergewöhnliche Projekte anzustoßen. Sich für eine neue, risikobehaftete aber Erfolg versprechende Alternative einsetzen, auch wenn der tradierte Weg gut funktioniert hat. Die Grenzen des Machbaren ein Stück weit zu verschieben: Das ist in Wahrheit HARTE Arbeit. Und die einzig wertvolle Arbeit! Und die ist völlig unabhängig vom Faktor Zeit. Denn der herausragende Wert steckt oft nur in wenigen Minuten pro Tag.
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Jaime Lerner - Architekt des Wandels
Wer kennt Curitiba? – Wenn hierzulande einer weiß, was das ist, dann vermutlich wegen Jaime Lerner ... Aber der Reihe nach: Curitiba ist eine Stadt. Immerhin eine Millionenstadt, ungefähr von der Einwohnerzahl Hamburgs. Sie liegt im brasilianischen Hinterland und war eine dieser typischen Problemstädte, von denen es in den Schwellenländern viel zu viele gibt: Kriminalität, schlechte Infrastruktur, Verkehrschaos, Umweltzerstörung.
Heute ist Curitiba eine ökologische Muster-Metropole und dafür weltweit ein leuchtendes Beispiel. Die Stadt wurde in den letzten Jahrzehnten völlig umgekrempelt. Treibende Kraft dabei war der Bürgermeister: eben jener Jaime Lerner.
Er ist von Haus aus Architekt – und ein Bulle von Mann. Einer, der sich durchsetzt und der anpackt. „Wenn du etwas verändern willst, musst du anfangen!“, so sein Motto. Und von ihm können wir lernen, wie man ein unglaublich komplexes Riesenprojekt zügig zum Erfolg führt.
Da es bei uns in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft andauernd um komplexe Riesenprojekte geht und wir ständig das Gegenteil von Durchsetzungskraft und Anpacken erleben, ist es herzhaft erfrischend, sich genauer anzuschauen, wie Lerner es geschafft hat, seine Stadt in den Griff zu bekommen. Sein Vorgehen ist durch vier Prinzipien charakterisiert:
Erstens: Das Prinzip der großen, inspirierenden Idee. Lerner dazu: „Du brauchst den Masterplan. Der ist nicht verhandelbar. Und daneben brauchst du noch ein paar Geschenke ...“ – Sehr clever! Sein Masterplan war: Curitiba soll so schnell wie möglich eine lebenswerte Stadt werden. Um eine Stadt lebenswert zu machen, muss man drei Dinge anpacken: Mobilität, Nachhaltigkeit und soziale Vielfalt. Diese drei Punkte sind gesetzt. Alles andere folgt daraus. Und schon hatte Lerners Plan drei Kapitel und damit eine erste Struktur.
Zweitens: Das Prinzip der Verbindung des großen Ziels mit den Zielen jedes Einzelnen. Und das ist nicht theoretisch oder abstrakt gemeint, sondern ganz konkret und greifbar: „Wir haben zum Beispiel einen Deal mit den Fischern gemacht“, erinnert er sich. „Wenn sie Fisch fangen – bestens, der gehört ihnen. Wenn sie aber Müll aus den Gewässern fischen, also Flaschen, Glasscherben, Dosen und so weiter, dann kaufen wir ihn ihnen ab. Je mehr Müll sie fischen, desto mehr Geld bekommen sie von uns – und desto sauberer wird das Gewässer. Aber je sauberer das Gewässer wird, desto mehr Fisch werden sie fangen können. Eine Win-win-Situation!“
Drittens: Das Prinzip der hohen Geschwindigkeit. Nur wenn die Verantwortlichen von Anfang an ein wahnwitziges Tempo vorgeben, kann die Bürokratie in großen Projekten in Schach gehalten werden. Die lähmende, alles wie Mehltau überziehende Verwaltung, die Bedenkenträger und notorischen Neinsager werden einfach an den Rand gedrängt, indem man ein Tempo anschlägt, das die Bremser völlig überfordert. Curitiba baute ein Opernhaus in zwei Monaten, den Botanischen Garten in drei Monaten. Die Fußgängerzone in der Innenstadt wurde in 72 Stunden gebaut. Wer etwas ändern will, muss Tatsachen schaffen.
Viertens: Das Prinzip der unorthodoxen Lösungen. Geldmangel macht kreativ: Anstatt nach dem Vorbild vieler anderer Städte große Überschwemmungsflächen mit viel Geld einzudeichen und bebaubar zu machen, machte Lerner Parks daraus. Das Problem: Parks müssen gepflegt werden, die Stadt hatte aber kein Geld, um Traktoren anzuschaffen, mit denen die großen Rasenflächen gemäht werden könnten. Die Lösung: „Städtische Schafe“. Eine große Herde Schafe hält das Gras kurz – und der Erlös aus dem Verkauf der Wolle wird für die Finanzierung von Programmen für Kinder verwendet.
Wer wirklich etwas verändern will, der findet schon Wege. Er muss nur wissen, was genau er will, er muss die anderen einen Vorteil darin sehen lassen, er muss schnell sein und kreativ werden. Dann sieht man plötzlich die Chance, wo man vorher nur Schwierigkeiten gesehen hat. So wie Jaime Lerner: „Städte sind kein Problem, sie sind die Lösung.“
Heute ist Curitiba eine ökologische Muster-Metropole und dafür weltweit ein leuchtendes Beispiel. Die Stadt wurde in den letzten Jahrzehnten völlig umgekrempelt. Treibende Kraft dabei war der Bürgermeister: eben jener Jaime Lerner.
Er ist von Haus aus Architekt – und ein Bulle von Mann. Einer, der sich durchsetzt und der anpackt. „Wenn du etwas verändern willst, musst du anfangen!“, so sein Motto. Und von ihm können wir lernen, wie man ein unglaublich komplexes Riesenprojekt zügig zum Erfolg führt.
Da es bei uns in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft andauernd um komplexe Riesenprojekte geht und wir ständig das Gegenteil von Durchsetzungskraft und Anpacken erleben, ist es herzhaft erfrischend, sich genauer anzuschauen, wie Lerner es geschafft hat, seine Stadt in den Griff zu bekommen. Sein Vorgehen ist durch vier Prinzipien charakterisiert:
Erstens: Das Prinzip der großen, inspirierenden Idee. Lerner dazu: „Du brauchst den Masterplan. Der ist nicht verhandelbar. Und daneben brauchst du noch ein paar Geschenke ...“ – Sehr clever! Sein Masterplan war: Curitiba soll so schnell wie möglich eine lebenswerte Stadt werden. Um eine Stadt lebenswert zu machen, muss man drei Dinge anpacken: Mobilität, Nachhaltigkeit und soziale Vielfalt. Diese drei Punkte sind gesetzt. Alles andere folgt daraus. Und schon hatte Lerners Plan drei Kapitel und damit eine erste Struktur.
Zweitens: Das Prinzip der Verbindung des großen Ziels mit den Zielen jedes Einzelnen. Und das ist nicht theoretisch oder abstrakt gemeint, sondern ganz konkret und greifbar: „Wir haben zum Beispiel einen Deal mit den Fischern gemacht“, erinnert er sich. „Wenn sie Fisch fangen – bestens, der gehört ihnen. Wenn sie aber Müll aus den Gewässern fischen, also Flaschen, Glasscherben, Dosen und so weiter, dann kaufen wir ihn ihnen ab. Je mehr Müll sie fischen, desto mehr Geld bekommen sie von uns – und desto sauberer wird das Gewässer. Aber je sauberer das Gewässer wird, desto mehr Fisch werden sie fangen können. Eine Win-win-Situation!“
Drittens: Das Prinzip der hohen Geschwindigkeit. Nur wenn die Verantwortlichen von Anfang an ein wahnwitziges Tempo vorgeben, kann die Bürokratie in großen Projekten in Schach gehalten werden. Die lähmende, alles wie Mehltau überziehende Verwaltung, die Bedenkenträger und notorischen Neinsager werden einfach an den Rand gedrängt, indem man ein Tempo anschlägt, das die Bremser völlig überfordert. Curitiba baute ein Opernhaus in zwei Monaten, den Botanischen Garten in drei Monaten. Die Fußgängerzone in der Innenstadt wurde in 72 Stunden gebaut. Wer etwas ändern will, muss Tatsachen schaffen.
Viertens: Das Prinzip der unorthodoxen Lösungen. Geldmangel macht kreativ: Anstatt nach dem Vorbild vieler anderer Städte große Überschwemmungsflächen mit viel Geld einzudeichen und bebaubar zu machen, machte Lerner Parks daraus. Das Problem: Parks müssen gepflegt werden, die Stadt hatte aber kein Geld, um Traktoren anzuschaffen, mit denen die großen Rasenflächen gemäht werden könnten. Die Lösung: „Städtische Schafe“. Eine große Herde Schafe hält das Gras kurz – und der Erlös aus dem Verkauf der Wolle wird für die Finanzierung von Programmen für Kinder verwendet.
Wer wirklich etwas verändern will, der findet schon Wege. Er muss nur wissen, was genau er will, er muss die anderen einen Vorteil darin sehen lassen, er muss schnell sein und kreativ werden. Dann sieht man plötzlich die Chance, wo man vorher nur Schwierigkeiten gesehen hat. So wie Jaime Lerner: „Städte sind kein Problem, sie sind die Lösung.“
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