Wäre es nicht cool, mal was komplett anderes zu machen? Nicht für immer, aber zumindest mal für einige Wochen… Wie wäre es beispielsweise, vier Wochen lang im Büro eines Stararchitekten zu arbeiten und bei der Entstehung eines spektakulären Gebäudes dabei zu sein? Oder als Bassist mit einer Rockband auf Tour zu gehen? Oder mal bei einem Actionfilm Regisseur zu sein? Also, wir fänden das klasse. Es gibt da nur ein kleines Problem: Wir haben nur ein Leben.
Das haben auch zwei amerikanische Unternehmen gemerkt, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Google und Procter & Gamble. Der Internetriese und der traditionsreiche Konsumgüterhersteller haben erkannt, dass es für Mitarbeiter sehr wertvoll ist, ihren Erfahrungshorizont immer wieder zu erweitern. Und natürlich macht es diese Mitarbeiter auch wertvoll für den Arbeitgeber. Deshalb haben Google und P&G eine HR- und Managementinnovation ins Leben gerufen, die so einfach wie genial, so unkompliziert wie revolutionär, so schlicht wie effektvoll ist: Sie tauschen Mitarbeiter aus. Oder ganze Mitarbeiterteams. Für eine begrenzte Zeit und um voneinander zu lernen.
Vielleicht kennen Sie so etwas Ähnliches aus der Politik: Im Zeichen von Europa tauschen etwa das deutsche und das französische Finanzministerium regelmäßig Mitarbeiter aus. Bloß dass sich deren Jobs kaum voneinander unterscheiden. Google und P&G dagegen könnten unterschiedlicher kaum sein: Produkte, Geschäftsmodelle, Unternehmenskultur. Und genau das macht den Mitarbeiteraustausch so spannend!
Die beiden Unternehmen haben erkannt, was seit Jahren auch eine unserer Kernbotschaften ist: In der eigenen Branche kannst du nichts radikal Neues entdecken, also suche nach coolen Ideen in Branchen, die von deiner möglichst weit entfernt sind. Wenn ich als Hypodeutschedresdnercommerzbank meinen Service verbessern will, schaue ich nicht, wie die Volksundspareisenkasse das macht, sondern sehe mir zum Beispiel das Servicekonzept der Ritz Carlton Hotels an.
So weit, so klar – in der Theorie. In der Praxis haben leider immer noch die wenigsten den Mut, sich für andere zu öffnen oder umgekehrt von anderen zu lernen. Google und P&G sind hier echte Vorreiter.
Wie groß ist das Risiko? Überschaubar. Im schlimmsten Fall kündigt ein Mitarbeiter, weil ihm die andere Firma besser gefällt. Die Kosten? Halten sich auch in Grenzen. Nur der Gewinn ist unendlich hoch.
LINKTIPPS
Homepage GoogleHomepage P&G
Artikel: Google, P & G - Swap Workers to Spur Innovation
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Das haben auch zwei amerikanische Unternehmen gemerkt, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Google und Procter & Gamble. Der Internetriese und der traditionsreiche Konsumgüterhersteller haben erkannt, dass es für Mitarbeiter sehr wertvoll ist, ihren Erfahrungshorizont immer wieder zu erweitern. Und natürlich macht es diese Mitarbeiter auch wertvoll für den Arbeitgeber. Deshalb haben Google und P&G eine HR- und Managementinnovation ins Leben gerufen, die so einfach wie genial, so unkompliziert wie revolutionär, so schlicht wie effektvoll ist: Sie tauschen Mitarbeiter aus. Oder ganze Mitarbeiterteams. Für eine begrenzte Zeit und um voneinander zu lernen.
Vielleicht kennen Sie so etwas Ähnliches aus der Politik: Im Zeichen von Europa tauschen etwa das deutsche und das französische Finanzministerium regelmäßig Mitarbeiter aus. Bloß dass sich deren Jobs kaum voneinander unterscheiden. Google und P&G dagegen könnten unterschiedlicher kaum sein: Produkte, Geschäftsmodelle, Unternehmenskultur. Und genau das macht den Mitarbeiteraustausch so spannend!
Die beiden Unternehmen haben erkannt, was seit Jahren auch eine unserer Kernbotschaften ist: In der eigenen Branche kannst du nichts radikal Neues entdecken, also suche nach coolen Ideen in Branchen, die von deiner möglichst weit entfernt sind. Wenn ich als Hypodeutschedresdnercommerzbank meinen Service verbessern will, schaue ich nicht, wie die Volksundspareisenkasse das macht, sondern sehe mir zum Beispiel das Servicekonzept der Ritz Carlton Hotels an.
So weit, so klar – in der Theorie. In der Praxis haben leider immer noch die wenigsten den Mut, sich für andere zu öffnen oder umgekehrt von anderen zu lernen. Google und P&G sind hier echte Vorreiter.
Wie groß ist das Risiko? Überschaubar. Im schlimmsten Fall kündigt ein Mitarbeiter, weil ihm die andere Firma besser gefällt. Die Kosten? Halten sich auch in Grenzen. Nur der Gewinn ist unendlich hoch.
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