Kirchhoff und Porsche Consulting

Wenn die Nachbarn den Dachgepäckträger aufs Auto schnallen, dann wissen wir: Es ist Sommer! Und Reisezeit, die beste Zeit des Jahres – um das Auto stehen zu lassen. Weil man sich damit einiges an Stress spart: Das Ausharren auf klebrigen Ledersitzen zum Beispiel. Die Diskussion, wer denn nun die Wasserflasche aus dem Auto geräumt hat. Und den Anblick verzweifelter Mütter, denen schon vor Stunden die Antworten auf die Frage „Wann sind wir endlich da?“ ausgegangen sind. Reisezeit ist Stauzeit. Und wer schon mal im Hochsommer im Stau gestanden hat, der hat sich garantiert auch schon mal gefragt, warum auf der Baustelle, die seit zwei Stunden alle Autoinsassen zur unfreiwilligen Zen-Meditation nötigt, kein Mensch zu sehen ist. Niemand. Weit und breit nicht.


Quelle: Porsche AG

Rund 250 Baustellen mit einer Gesamtlänge von knapp 1.000 Kilometern werden nach Berechnungen des ADAC während der diesjährigen Hauptreisezeit in Deutschland zu Rekordstaus führen. Jeder Autofahrer steht pro Jahr durchschnittlich mehr als 60 Stunden im Stau. Baustellen sind nach Schätzungen des Clubs für rund ein Drittel der Zeit verantwortlich, die wir im Stau verbringen. Und damit belasten sie nicht nur uns, unsere Beziehungen und unsere Umwelt, sondern sind auch ein dicker Kostenfaktor für die Volkswirtschaft. Auf rund 122 Milliarden Euro schätzt Jörg Kaiser von Porsche Consulting den jährlichen Schaden. Und hat mit seinem Beraterteam eine Lösung erarbeitet, wie man dem entgegenwirken kann.

Nämlich mit exakt derselben Art von Prozessoptimierung, wie sie in der Autoindustrie seit der „Toyota-Revolution“ praktiziert wird. Denn die vielen schlecht gemanagten Baustellen haben ihre Ursachen in denselben Organisationsmängeln, die Porsche Ende der Achtziger fast das Rückgrat gebrochen hätten. Wie viel weniger Baustellen gäbe es, wenn überall „just in time“ gearbeitet würde. Genial, dass das praktische Wissen eines Sportwagenbauers einem Straßenbauunternehmen weiterhelfen kann. Wo unterschiedliche Welten aufeinanderprallen, wird Energie frei – und das kann extrem produktiv sein.
 

Quelle: www.wiwo.de

Bei F. Kirchhoff Straßenbau glaubte man: Gerade in dieser Fremdheit liegt das Potenzial. Solange wir nur weiter denken, was wir immer denken, werden wir nicht herausfinden, wie man es auch anders machen könnte – also: Lasst uns über den Tellerrand schauen! Die Kirchoff-Leute waren bereit, sich von jemandem beraten zu lassen, der die ungeschriebenen Gesetze der Baubranche gar nicht kannte. Der anders dachte. Porsche denkt anders.

Und plötzlich funktionieren Baustellen effizient: 300 Tonnen Asphalt pro Stunde statt nur 180. Sieben Tage für vier Kilometer Autobahn statt dreizehn Tage. 40 Prozent weniger Staus. 40 Prozent weniger Energieverbrauch auf der Baustelle. 50 Prozent kostengünstigere Bauprojekte und zwar ohne zusätzliche Investition in Technik. Allein durch veränderte Abläufe, bessere Absprachen und Just-in-Time-Philosophie.

Hätte Kirchhoff darauf nicht selbst kommen können? Wir glauben: nein. Weil es meistens jemanden von außen braucht, der einem die Augen öffnet für andere Sichtweisen und andere Lösungen. Der einem zeigt, dass es mehr als einen Weg zum Ziel gibt und dass einer dieser Wege – auch wenn dieser vielleicht steiniger ist, als der einbetonierte – sogar kürzer ist. Es braucht den Mut, sich die andere Meinung anzuhören. Sich auf das Risiko einzulassen, dass jemand die Welt, wie man sie kennt, auf den Kopf stellt. Und plötzlich alles viel klarer aussieht. Nur gemeinsam hatten Kirchhoff und Porsche Consulting den 360-Grad-Blick.

LINKTIPPS:
Homepage Porsche Consulting
Homepage F.Kirchhoff AG
Fallstudie Porsche Consulting: "Straßenbau ohne Tempolimit"
Wirtschaftswoche, Jürgen Rees, "Wie Autobahn-Staus künftig vermieden werden sollen"
Auto-Motor-Sport, Brigitte Haschek, "Neue Methoden zur Reduzierung von Staus"
 

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