Echo

Das Geheimnis erfolgreicher Firmen: Glaube an Menschen statt an Produkte!

Henry Stewart ist verrückt nach Menschen. Der Brite ist Gründer von „Happy Computers“, einer Firma für IT-Training. Müssten Kapitalgeber darüber entscheiden, in Henry Stewarts Geschäftsmodell zu investieren, hielten sie ein Tankstellennetz in der Antarktis möglicherweise für das bessere Investment. „Happy Computers“ bietet nämlich die gleiche Art Dienstleistung an wie unzählige andere am Markt, verlangt dafür aber das Doppelte – auf den ersten Blick kein sonderlich viel versprechendes Konzept. Dass die Firma trotzdem die Wettbewerber hinter sich lässt, liegt an der Art, wie Stewart seine Firma aufgebaut hat: Das Managementmodell ist es, was sein Unternehmen so besonders macht.

Quelle: www.happycomputers.co.uk

Stewart ist fest davon überzeugt, dass Führungskräfte nicht danach ausgesucht werden sollten, welche Qualifikationen sie mitbringen, sondern danach, ob sie tatsächlich andere Menschen führen können. Wer nicht gern mit Menschen arbeitet und nicht gewillt ist, ihnen dabei zu helfen, ihr volles Potenzial zu entfalten, der wird bei „Happy Computers“ auch kein Manager. Ähnliches gilt für die Trainer oder Verkaufsmitarbeiter: Trainer sollen gute Lehrer sein, Verkäufer Spaß am verkaufen haben.

Niemand wird nach seinen Zeugnissen beurteilt – Stewart hält das schlicht für Quatsch. Wer einen Job haben will, darf stattdessen einen Tag lang zeigen, dass er ein Händchen für das hat, wofür er sich bewirbt. Und dass er bereit ist, dazuzulernen und Kritik anzunehmen.

Gleichzeitig fördert Henry Stewart in seinem Haus eine Kultur der Selbstbestimmtheit und Freiheit: Angestellte dürfen so sein wie sie sind, und niemand wirft es ihnen vor, wenn sie mal Fehler machen. Im Gegenteil: „Menschen müssen Fehler machen, um zu lernen“, sagt der Chef. Nur wer keine Angst davor hat zu scheitern, schlägt auch neue Wege ein, probiert Neues aus.

Quelle: www.happycomputers.co.uk

So viel Vertrauen muss man seinen Leuten erstmal entgegen bringen – vor allem dann, wenn man sie eben nicht anhand von Zeugnissen, Zertifikaten und Assessment-Centern durchleuchtet hat. Stewart jedoch glaubt fest an seine Mitarbeiter – und der Erfolg gibt ihm Recht: Während die Branche in England insgesamt bis zu 30 Prozent Rückläufe verzeichnet, hat er seine Einnahmen verdoppelt.

Weil er anstatt im stillen Kämmerlein über einem Produkt zu brüten, das noch neuer, noch einzigartiger oder noch billiger ist, darüber nachgedacht hat, wie er in seiner Firma Lernbereitschaft, Kreativität, Leidenschaft und Eigeninitiative fördern kann.

Eigentlich kein abwegiger Gedanke. Man muss nur darauf kommen. Denn dieser eine Schritt abseits ausgelatschter Pfade kann dramatische Auswirkungen auf die Qualität, Kompetenz, Höflichkeit, Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit haben. Und sind das nicht die Dinge, an denen ein Unternehmen vom Kunden gemessen wird?

LINKTIPP
Homepage "Happy Computers"
Homepage "Happy People"
Forbes India: "Henry Stewart: Virgin would Never Recruit Branson
London Business Forum: Henry Stewart Event Revue


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5 Kommentare - Kommentar jetzt schreiben:

  1. Diese Firmenphilosophie ist die Beste. Nur wo Menschen im Mittelpunkt stehen, kommt auch menschliches heraus. Dies hat nicht positiven Denken zu tun, es hat was mit positiven Gefühlen zu tun.
    Es müsste mehr solcher Menschen geben und die Welt wird lebenswert.
    Ihr Harald Markus von hypnose-doc.de
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  2. Faszinierend! Nur sehr selten sind Unternehmen ein Hort der Freiheit. Hier sehen wir mal, wie das gehen kann.
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  3. Thanks for the mention! No idea what you've said, as the Google tranlsation is weird. But love that you like the ideas. Do check out my blog on:

    http://happyworkplace.blogspot.com/.

    Best wishes, Henry Stewart, Happy Computers
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  4. Dr. Peter KreuzFeb 10, 2010 11:18 AM
    Hi Henry,

    a pleasure to hear from you! Don’t worry - no weird things. We only mentioned the uniqueness of Happy Computers and its work environment. We would love to have a “Happy German Subsidiary” ;-) Any plans? All the best, Peter
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  5. Genau das ist es. Kunden beurteilen Unternehmen heute vermehrt nach ihren "soft skills". Das Zwischenmenschliche steht zunehmend im Vordergrund. Wichtig ist, dass Kunden wertgeschätzt werden, dass ihnen weitergeholfen wird. Das kann jedoch nur geschehen, wenn die Mitarbeiter entsprechende Freiräume haben und glücklich in ihrem Job sind. Tolles Beispiel von Happy Computers.
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