Echo

Ewiges Leben? Wie langweilig! “Built to blast“ statt „Built to last“

Björn Maatz schreibt in einem sehr interessanten Artikel in der FTD über den Handyriesen Nokia, der seine Smartphones künftig mit kostenloser Navigationssoftware ausstattet. Google hat bereits vor einigen Wochen in den USA seine kostenfreie Navigation vorgestellt. Im Klartext heißt das: Bye Bye Tomtom-Garmin-Navigon! Euer Geschäftsmodell ist mausetot.

Ist das schlimm? Oder bedauerlich?
Nicht im Geringsten!

Der Wunsch ewig zu (über-)leben, ist zwar allzu verständlich und Jim Collins’ Buch Built to Last daher auch ein Weltbestseller. Aber was ist eigentlich schlecht daran, wenn Unternehmen sich über einen kurzen Zeitraum in einem exzessiven Rausch der Wertschöpfung verausgaben und dann Platz machen für neue, unverbrauchte Innovatoren? Wie wäre das als Gegenentwurf zum ewigen Überleben, das doch meist in den Geschmacksrichtungen mittelmäßig, lau und ganz okay daherkommt? Vergleiche: "40 Jahre Schogetten"...

Interessanterweise haben Orte mit den höchsten Wachstumsraten und den größten Erfolgsgeschichten - wie etwa das Silicon Valley - auch eine extreme hohe Firmensterblichkeit. „Built to blast“ statt „Built to last“!


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2 Kommentare - Kommentar jetzt schreiben:

  1. Hallo zusammen,

    aus makroökonomischer Sicht stimme ich Ihnen voll zu. Aber als leidenschaftlicher Weiterentwickler nicht. Denn vielleicht stecken die "neuen, unverbrauchten Innovatoren" ja auch im eigenen Unternehmen oder Unternehmensumfeld und dann ist ewiges Leben vielleicht doch alles andere als langweilig. Ständig neue Produkte zu erfinden, erfolgreich im Markt zu etablieren (oder auch mal eine Pleite erleben) und wieder gewollt sterben lassen ist doch total spannend. Und das kontinuierlich und parallel hält eine Organisation am Leben. Madonna-Effekt im großen Stil...

    Viele Grüße,
    Mario Haas
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  2. Hallo Herr Haas,

    danke für Ihren Beitrag - guter Punkt. 'Reinvention' für etablierte Unternehmen, das ist die Köngisdisziplin. Aber auch verdammt schwer. Einigen wir uns darauf: Hauptsache kein laues Mittelmaß. Experimentieren, auf die Nase fallen, es wieder versuchen, neue Märkte erobern... das ist das Leben!
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